
NEIN, ICH BIN NICHT SCHWANGER, ICH BIN NUR DICK
Dezember 22, 2024
SCHWEIZERINNEN UND SCHWEIZER SIND SO RICHTIG KNAUSRIG
Januar 19, 2025…dann lehnen Sie auch eine Zusammenarbeit mit uns ab.“
Vielleicht hast du schon einmal ähnliche Situationen erlebt – entweder als betroffene Person, die abgelehnt wurde, weil du „nicht Deutsch genug“ oder „nicht Schweizerin genug“ bist, als Entscheidungstragender oder als Beobachterin.
Ich selbst habe viele solcher Erfahrungen gemacht und gelernt, damit umzugehen, ohne an mir zu zweifeln.
Doch was machen solche Vorfälle mit Entscheidungstragenden, die selbst noch nie Diskriminierung erlebt haben? Wie reagieren sie?
Ein geschätzter Kollege erzählte mir einmal von einer solchen Erfahrung, nachdem er mein Buch gelesen hatte. Wir nennen ihn hier Michael.
Ein Kunde lehnte eine wertvolle Mitarbeiterin ab. Der Grund: ihre Herkunft.
Michael war entsetzt, dass so etwas heute noch passiert – und das in der hashtag#Schweiz. Michael selbst ist Schweizer. Er suchte das Gespräch mit dem Kunden und erhielt die Bestätigung: Die Mitarbeiterin wurde tatsächlich nur wegen ihrer Herkunft abgelehnt.
Daraufhin sagte Michael dem Kunden:
„Hören Sie … Wenn Sie unsere wertvolle und kompetente Mitarbeiterin aufgrund ihrer Herkunft ablehnen, dann lehnen Sie auch eine Zusammenarbeit mit uns ab.“
Diese Aussage hatte Konsequenzen: Der Kunde beendete die Zusammenarbeit.
Aber Michael blieb standhaft.
📍 Weil er zu seinen Werten steht.
📍 Weil er den Mut hatte, die Konsequenzen in Kauf zu nehmen.
📍 Weil er zu seinen Mitarbeitenden steht.
📍 Weil er Verantwortung übernimmt.
Vielleicht kennst du solche Momente auch: Ein Kunde äußert sich abfällig, und aus Angst vor Umsatzeinbußen ziehst du deine Mitarbeiterin aus dem Projekt zurück.
Heute möchte ich dich ermutigen: Es lohnt sich, zu deinen Werten zu stehen und diese Gespräche im Unternehmen zu führen. Indem du Haltung zeigst, stärkst du nicht nur deinen eigenen Rückhalt, sondern setzt auch ein wichtiges Zeichen.
Michael hat genau das getan. Er hat den Teufelskreis durchbrochen. Er hat ein Zeichen gesetzt.
Weil ich selbst schon oft betroffen war, berührt mich diese Geschichte zutiefst.
Glaube mir: Solche Dinge passieren immer noch.
Wir brauchen Menschen wie Michael.
Vielleicht erlebst du diese Situationen nicht selbst, vielleicht bemerkst du sie nicht in deiner Blase – aber sie passieren.
Was würdest du tun, wenn ein Kunde heute so etwas äußert?
Bist du in deinen Entscheidungen auch ein Michael?
