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ANDERS SEIN UND ABLEHNUNGEN – Wie kann ein professioneller Umgang gelingen?

Du bist einzigartig. Du bist anders. Das ist großartig.

Anders sein kann allerdings manchmal herausfordernd sein.

Dies bezieht sich nicht nur auf die äußerlichen Merkmale, sondern vielleicht, weil du sehr talentiert bist oder du hast ein anderes Tempo drauf, oder du hast einfach eine andere Auffassung als das Team. Anders sein hat viele Gesichter.

Ab und zu kommen uns doch Gedanken, vor allem wenn wir bereits Ablehnungen erfahren haben. Z. B. werde ich akzeptiert? Darf ich etwas sagen? Was ist, wenn sie mich nicht wahrnehmen und anerkennen? Muss ich wirklich bei allem mitmachen, um akzeptiert zu werden?

Im Interview mit Christine Eschelbeck haben wir genau darüber gesprochen. Wie können wir trotzdem eine positive Wirkung erzielen:

Ich fasse diese 10 Möglichkeiten für dich hier zusammen:

  1. Akzepterie dein anders sein. Kämpfe nicht dagegen. Sei du selbst und liebe deine Einzigartigkeit.
  2. Finde heraus was deine Stärken sind, und deine Schwächen. Konzentriere dich auf deine Stärken. Arbeite nicht an deinen Schwächen, das nimmt dir zu viel Kraft und Energie weg. Stärke lieber deine Stärken und ergänze diverse Teams auf eine positive Weise. Es lohnt sich bei Themen, die dir wichtig sind, den ersten Schritt zu wagen. Eine Vorreiterrolle ist eine spannende Rolle. Wenn du sowieso anders bist, kannst du nicht viel kaputt machen. Nutze es für dich und wage es!
  3. Suche dir Verbündete. Suche Umgang mit Menschen, mit denen du schnell Erfolge erzielst, denn so musst du nicht viel Überzeugungsarbeit leisten. Daraus holst du dann die Energie, um weiterzumachen.
  4. Sei vorsichtig mit Menschen, Freunden usw., die nur Mitleid mit dir haben. Für eine Weile ist das okay. Nur, auf Dauer brauchen wir Menschen, die uns eine andere Perspektive zeigen, damit wir nicht zu sehr in Selbstmitleid, z. B. nach einer Ablehnung, versinken. Menschen, die uns sagen «sieh es so …», oder «vielleicht war es ihnen nicht bewusst», oder «bist du sicher oder nimmst du es nur an.»
  5. Denke nicht für andere und verallgemeinere nicht. Nur, weil du bereits eine Ablehnung von einer Person erfahren hast, heißt nicht, dass alle so sind. Z. B. «Alle Deutsche, alle Schweizer, alle Kenianer sind …oder alle Vorgesetzte sind …» Gib jedem eine Chance.
  6.  Wenn jemand ein Kommentar abgibt, das sehr abwertend ist, ist das meistens nicht überlegt. Entsprechend solltest du das nicht persönlich nehmen. Das ist in der Regel sein eigenes Spiegelbild und hat nichts mit dir zu tun. Wenn es dir wirklich weh tut und du möchtest so eine Bemerkung nicht ignorieren, bitte diese Person darum, das alles nochmals zu wiederholen. Stelle dich dumm. Allein beim Wiederholen, falls die Person sich traut, wird sie schon merken, wie das ankommt.
  7. «Choose your fights well» Nicht alle Ablehnungen haben mit dir persönlich zu tun. Es lohnt sich, wenn dir etwas wichtig ist, nach Rückmeldung zu fragen, um herauszufinden, woran es wirklich liegt. Viele Ablehnungsgründe sind keine Aussagen über dich. Auch, wenn es am Anfang weh tut. Mach dich mit diesen Aussagen nicht selbst klein. Nicht alle Aussagen sind relevant.
  8. Kläre gegenseitig Erwartungen beispielsweise mit deinem Vorgesetzten, mit deinen Businesspartnern vorher. Z. B. «Nicht, dass du erwartest, dass ich perfekt Deutsch reden werde». Das zeigt Committment und die Person wird auch immer zu dir stehen. Lerne aus den früheren Ablehnungen und Situationen für nächste Projekte, für das Leben.
  9. Stehe zu dir und zu deinen Werten. Suche dein Glück nicht von außen. Baue deine mentale Festung für deinen inneren Erfolg. Nimm nicht jede Bemerkung ernst. Lache ab und zu mit. Irrelevante Bemerkungen prallen nur noch von dir ab.
  10. Perspektive bewusst wechslen und sich in dein Gegenüber versetzen. Nimm dir Zeit, um die wahre Angst von deinem Gegenüber zu verstehen: «Worum geht es wirklich» ist die Frage, die wir beantworten sollen.

Im geschäftlichen Kontext geraten wir ab und zu in Versuchung, andere zurückzuweisen, bevor sie uns zurückweisen, oder wir neigen sogar dazu, uns unbewusst „zu revanchieren“. Wichtig ist, dass wir uns dessen bewusst sind und dass wir Selbstreflexion üben, damit wir anderen nicht dasselbe antun. Lass uns anderen Raum und Platz geben, um uns gegenseitig zu ergänzen. Jeder in seiner Einzigartigkeit.

Stephen Covey beschreibt seinen 5. Weg „Erst verstehen, dann verstanden worden“ so kraftvoll. Das Gleiche würde auch hier passen aus meiner Sicht.

Akzeptiere dich selbst und anderen, bevor du von anderen erwartest, dass sie dich akzeptieren.

Susan Omondi, Mai 2021

Hast du noch etwas zu ergänzen? Bin neugierig.

Deine

Susan Omondi

16.05.2021

#diversity #einzigartig #mut #story #inspire

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